Homöopathie

Einführung

Homöopathie steht für eine sanfte und dauerhafte Wiederherstellung Ihrer Gesundheit ohne schädliche Nebenwirkungen.

Die klassische Homöopathie ist einer der Eckpfeiler der ganzheitlichen Heilwissenschaften und ist eine eigenständige, in sich abgeschlossenen Heilmethode.

 

Den Menschen als Ganzes sehen und in seiner Individualitöt zu erfassen, ist eine Grundlage dieser Alternativmedizin. Dies beginnt mit der ausführlichen Anamnese, um Ihre Erkrankung mit ihren individuellen Ausprägungen vor dem körperlichen, seelischen und geistigen Hintergrund des Menschen zu erkennen.

 

Eine der entscheidenen Wirkregeln ist Ähnliches mit Ähnlichem zu heilen. Also müssen die Arzneien so gründlich bekannt sein, wie die Erkrankung selbst. Aus diesem Grund wurden homöopathische Arzneimittel auf ihre körperlichen, seelischen und geistigen Auswirkungen durch die Arzneimittelprüfung am gesunden Menschen untersucht.

 

Mit minimalen Dosierungen von Wirkstoffen und Informationen dieser Arzneien aus Substanzen der Pflanzen, Tier- und Mineralwelt ist die klassische Homöopathie besonders wertvoll bei chronischen Erkrankungen und akuten Beschwerden, die immer wieder auftreten.

 

Seit über 200 Jahren wirkt die klassische Homöopathie nach diesen Gesetzmäßigkeiten.

 

"Die individuelle Arznei"

Nach der homöopathischen Lehre sind Krankheitssymptome Ausdruck einer "gestörten Lebenskraft". In einem längeren Gespräch werden die individuellen Besonderheiten der Haupt- und Nebenbeschwerden des Patienten erfasst.

 

Nach Auswertung all dieser Informationen versucht der Homöopath das passendste Mittel zu finden. Diese Arznei muss dem Symptombild des Patienten möglichst ähnlich sein. Das homöopathische Mittel wirkt auf die "gestörte Lebenskraft", die dadurch in der Lage ist, die Krankheit zu überwinden. In der klassischen Homöopathie wird jeweils nur ein Mittel verabreicht. 

 

Bei akuten Krankheiten hilft die Arznei kurzfristig. Bei chronischen Erkrankungen erfordert der Heilungsprozess mehr Geduld und wird sich über einen längeren Zeitraum erstrecken. 

Grundsätzlich ist jede Krankheit, bei der nicht bereits irreparable Organschäden vorliegen, einer homöopathischen Behandlung zugänglich. 

 

Die Domäne der klassischen Homöopathie umfasst: 

  • Allergien jeglicher Art
  • chronische Krankheiten, auch wenn sie schon jahrzehntelang bestehen, wie Gelenkrheumatismus, Hautkrankheiten, Asthma, Depressionen, Stoffwechselstörungen
  • ständig wiederkehrende Erkrankungen, wie Anginen, Mandelentzündungen, häufige Blasenentzündungen, Menstruationsbeschwerden und andere

 

Der Ursprung der Homöopathie

Similia similibus curentur - Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden ist der Fundamentalsatz der Homöopathie. 

 

Christian Friedrich Samuel Hahnemann (1755-1843), der Begründer der Homöopathie, hat dieses Ähnlichkeitsgesetz vor circa 200 Jahren entdeckt, an sich selbst ausprobiert und an unzähligen Patienten verifiziert. 

 

Das Wort Homöopathie stammt aus dem Griechischen (homoios - ähnlich, pathos - Leiden) und bedeutet soviel wie ähnliches Leiden. Schon hier wird der Unterschied zu herkömmlichen Denkansätzen deutlich. In der Homöopathie wird der kranke Mensch und nicht die diagnostizierte Krankheit behandelt. Man setzt ein Arzeinmittel ein, welches am gesunden Menschen ähnliche Erscheinungen, das heißt ähnliche Symptome und Zeichen hervorruft, wie bei dem kranken Menschen derzeit vorhanden sind, ein ähnliches Leiden also. 

 

Clemens Maria Franz von Bönninghausen (1785-1864), hat weitere Maßstäbe in der Homöopathie gesetzt und gilt als einer der bedeutendsten Nachfolger Hahnemanns. 

 

Er hat sich besonders um Methodik und Systematik in der Homöopathie verdient gemacht. Bönninghausen, von Haus aus Jurist und Botaniker, war als homöopathischer Praktiker sehr erfolgreich und erwarb 1843 durch Verfügung von König Friedrich Wilhelm IV., dass er einem Arzt gleichgestellt wurde. Bönninghausen war somit der erste Heilpraktiker, der die klassische Homöopathie offiziell ausüben durfte.

 

Bönninghausen verfasste sieben Werke, darunter auch das "Therapeutische Taschenbuch", das 1846 veröffentlicht wurde. In diesem Repertorium gliederte er die Patientensymptome in Haupt- und Nebensymptome, erforschte Mittelverwandschaften, beschrieb die Anwendung von Zwischenmitteln und arbeitete charakteristische Symptome eines Mittels heraus, die er als Genius bezeichnete. Dieses Werk fand erheblichen Anklang, erschien in mehreren Fremdsprachen und galt damals als Standardwerk. 
Seine Arbeiten und auch die von Jahr, Hering, Boger, Knerr u.a. werden gerade in den letzen Jahren wieder in ihrer großen Bedeutung erkannt, stellen sie doch eine Fortführung des ursprünglichen Anspruchs der Homöopathie dar, eine Arznei aus deutlich einsehbaren Gründen verschreiben zu können. 
Christian Friedrich Samuel Hahnemann
Clemens Maria Franz von Bönninghausen
Im Zuge der allgemeinen Psychologisierung unseres Alltags gab und gibt es auch in der Homöopathie viele Entwicklungen, die mit der Hahnemannschen Heilkunst nicht mehr viel gemein haben. Da werden das kollektive Unbewusste, Märchen und emphatische Resonanzempfindungen des Zeitgeistes bemüht und als konsequente Weiterentwicklung der Homöopathie erklärt. 
Um sich davon abzugrenzen, ist der Begriff klassisch nicht mehr ausreichend. Aus diesem Grunde etabliert sich der Begriff genuine, also ursprüngliche Homöopathie, in zunehmendem Maße. 
Dies insbesondere, da seit einigen Jahren die Möglichkeit besteht, bei der Suche nach der passendsten homöopathischen Arznei, ein sogenanntes Symptomen - Lexikon zu benutzen. Schon von Hahnemann war dies als das ideale Werkzeug erkannt und konzipiert worden, allerdings war es mit den damaligen Datenverarbeitungsmöglichkeiten schlechterdings unmöglich herzustellen.
Erst 1984 griff Uwe Plate die Idee des Symptomenlexikons wieder auf und veröffentlichte 2004 nach zwanzigjähriger Arbeit das Symptomenlexikon.
Mit diesem Werkzeug ist es weitaus leichter geworden, erfolgreiche Homöopathie zu betreiben, wie von Hahnemann gedacht. Die deutlich verbesserten Bahandlungsergebnisse sprechen für sich.
 
 
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